Gartengeräte im Keller lagern oder lieber ein Gerätehaus?

Mit dem Herbst beginnt die Jahreszeit, in der es im Garten etwas ruhiger zugeht: Es muss nicht mehr so häufig gegossen oder geerntet werden, viele Beete werden leergeräumt, blühende Pflanzen werden immer rarer, die letzte Obsternte steht an. Bis auf einige Gemüsepflanzen, die auch im Winter gedeihen und daher gepflegt werden müssen, will noch das fallende Laub beseitigt werden und dann kann der Garten winterfest gemacht werden. Dazu gehört es, die Gartengeräte, die man die Monate zuvor regelmäßig verwendet hat, einzulagern. Die Frage, die sich alle Hobbygärtnerinnen und -gärtner irgendwann einmal stellen werden, ist, wo diese Arbeitsgeräte am besten aufbewahrt werden sollen – im Keller oder doch besser in einem Gerätehaus? Beide Lagermethoden haben Vor- und Nachteile.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es wird im Garten kein Platz durch ein Gerätehaus eingenommen, wenn man Gartengeräte im Keller lagert.
  • Kostenersparnis, wenn man kein Gerätehaus braucht
  • Doch ein Gerätehaus hat auch viele Vorteile, Geräte sind z. B. schneller griffbereit.

Gartengeräte im Keller aufbewahren: Vorteile

Der größte Vorteil, wenn man seine Gartengeräte im hauseigenen Keller aufbewahrt, ist sicherlich, dass man im Garten keinen Platz für etwaige Aufbewahrungsmöglichkeiten verwenden muss. Egal ob Geräteschrank oder Gerätehaus – beides nimmt Platz weg. Vor allem bei kleineren Gärten ist es durchaus schade, da man diesen Platz dann nicht nutzen kann, sei es als Anbaufläche für Obst oder Gemüse, für die Kinder oder die Haustiere zum Spielen oder sonstige Freizeitaktivitäten, die man im eigenen Garten ausüben kann. Hinzu kommt, dass ein Geräteschuppen durchaus teuer sein kann; schließlich soll die Behausung der Gartengeräte stabil und wetterfest sein.
Auch bei der Benutzung der Gartengeräte können sich durchaus Vorteile ergeben, wenn man diese im Keller statt draußen in einem extra Gerätehaus lagert. Man kann sich dort alles zurechtlegen und vorbereiten, was vor allem bei starkem Regen, Wind oder an sehr heißen Tagen im Inneren des Hauses deutlich angenehmer sein kann als im Freien.

Nachteile der Aufbewahrung von Gartengeräten im Keller

Wenn man seine Gartengeräte im Keller aufbewahren möchte, kann es allerdings sein, dass man schnell an die Grenzen stößt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Je größer der Garten, desto größer fallen auch die Arbeitsgeräte aus. Ein Rasenmäher beispielsweise kann sehr sperrig sein, ebenso eine Schubkarre, die bei Arbeiten in größeren Gärten durchaus Sinn macht. Hinzu kommen etliche weitere kleine und große Arbeitsgeräte. Nicht jeder Keller bietet ausreichend Platz dafür. Außerdem ist zu bedenken, dass sperrige und schwere Geräte oft nicht leicht beziehungsweise teilweise gar nicht die Treppenstufen des Kellers hinunter transportiert werden können.
Ein weiterer bedeutender Nachteil, den die Aufbewahrung der Gartengeräte im Keller mit sich bringt, ist der Schmutz. Selbst wenn man die Arbeitsgeräte reinigt, so sind es eben doch Arbeitsgeräte, die im Freien zum Einsatz kommen: Erde, Matsch, Kompost, Pflanzenrückstände, kleine Tierchen – all das kann schnell den Weg in den Keller finden (und dadurch womöglich in die Wohnung), wenn man die Geräte nach getaner Arbeit zurück an ihren Platz bringt.

Nachteile eines Gerätehauses im Garten

Der größte Nachteil eines Gerätehauses im Garten ist, wie bereits erwähnt, dass es faktisch Platz im Garten wegnimmt, der anderweitig genutzt werden könnte. Die Budgetfrage kommt ebenfalls hinzu: Ein stabiles Gerätehaus kostet Geld. Je nach Größe des Gartens und der dafür benötigten Arbeitsgeräte muss das Gerätehaus eine gewisse Größe mit sich bringen, um wirklich Sinn zu machen.
Auch die Optik spielt eine Rolle. Während bei vielen Menschen ein Gartenhaus fest integriert ist in das Gesamtbild, kann es sein, dass andere Gartenbesitzer es als störenden Fremdkörper empfinden.
Ein weiterer Nachteil, den ein Gerätehaus im Garten mit sich bringt ist die Einbruchsgefahr. Bei einem Häuschen, in dem sich nachts niemand aufhält, sind die Hemmungen, unerlaubt einzusteigen, geringer als beispielsweise bei einem Keller. Es ist natürlich auch einladender, da Außenstehende direkt wissen, dass dort – vielleicht hochwertige – Geräte gelagert werden.

Vorteile der Aufbewahrung von Arbeitsgeräten in einem Gerätehaus

Dennoch bringt ein Gerätehaus im eigenen Garten viele Vorteile mit sich. Man kann es ästhetisch in das Gesamtbild des Gartens einfügen, sodass es mit dem Stil harmoniert, eine wichtige Funktion innehat und gleichzeitig eine dekorative Wirkung hat. Wenn Platz und Budget stimmen, kann das Gerätehaus sogar größer ausfallen und gleichzeitig als Laube für gesellige Stunden und als Aufbewahrungsort für die Geräte dienen.
Der größte Vorteil eines Gerätehauses im Garten ist jedoch sicherlich, dass man alles, was man für die Gartenarbeit braucht, direkt an Ort und Stelle zur Verfügung hat. Man muss nicht während des Werkelns im Haus oder Keller nach zusätzlichem Gerät suchen, oft die schmutzige Kleidung oder die verdreckten Schuhe ausziehen und Unterbrechungen hinnehmen. Große Geräte wie Rasenmäher, Stielhacken oder Rechen finden im Gerätehaus genauso ihren Platz wie kleinere Utensilien wie Schaufeln, Pikierwerkzeug oder Handbesen. Wenn das Gebäude groß genug ist, kann man in einem Gerätehaus sogar Gartenmöbel zum Überwintern unterbringen.

Welches Gerätehaus soll es sein?

Ein stabiles Gerätehaus gibt es in vielen Varianten – vom kleinen Schrank bis hin zum großen Gerätehaus mit integriertem Wohnbereich. Bei den Materialien hat man die Qual der Wahl, denn von Holz über Kunststoff bis hin zu Metall oder gar Stein kann ein Gerätehaus verschiedenste Eigenschaften haben. Mit Fenstern, ohne Fenster, verschnörkelt oder ganz simpel in der Ausstattung – es gibt für jeden Geschmack und jeden Garten das passende Gerätehaus. Natürlich kann man es auch komplett selbst bauen.
Neben den persönlichen Wünschen, was Größe und Optik des Gebäudes anbelangt, sollte man darauf achten, dass das Gerätehaus stabil und wetterfest ist. Die darin aufbewahrten Geräte sollen schließlich vor den Einflüssen der Natur geschützt werden. Auch auf den Untergrund muss man Rücksicht nehmen, da es je nach Gebäude durchaus sein kann, dass eine Verankerung im Boden wichtig ist.
Was man auch auf keinen Fall vergessen sollte, sind die Behörden. Vor allem bei größeren Gerätehäusern kann eine Genehmigung verpflichtend sein. Um unschöne Überraschungen zu vermeiden, sollte man vorher genaustens abklären, was in der jeweiligen Wohngegend erlaubt ist und was nicht.

Fazit

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass ein Gerätehaus je nach Garten durchaus deutliche Vorteile mit sich bringen kann. Bis es seinen Einsatz findet, sind allerdings einige wichtige Punkte zu beachten.